HUNDEGESUNDHEIT · OKTOBER 2026
Hat mein Hund Schmerzen? Darauf würde ich achten.
Ein Hund muss nicht jaulen oder deutlich lahmen, damit ihm etwas wehtut. Häufig fallen zuerst ganz andere Dinge auf.

Schmerzen sind nicht immer offensichtlich
Manche Hunde werden ruhiger, andere unruhiger. Einige ziehen sich zurück, möchten plötzlich nicht mehr angefasst werden oder reagieren schneller gereizt.
Das bedeutet nicht automatisch, dass der Hund Schmerzen hat. Aber wenn sich Verhalten verändert, sollte man körperliche Ursachen mitdenken.
Schau dir die Bewegung an
Steht dein Hund langsamer auf? Läuft er nach dem Liegen steif? Setzt er sich anders hin, meidet Treppen oder springt nicht mehr wie früher?
Auch kleine Veränderungen im Gangbild können Hinweise geben. Ich finde es hilfreich, solche Situationen zu filmen. So lässt sich später besser zeigen, was genau aufgefallen ist.
Nicht alles ist ein Trainingsproblem
Wenn ein Hund beim Anfassen knurrt, beim Geschirranziehen ausweicht oder plötzlich keine Lust mehr auf bestimmte Übungen hat, würde ich nicht einfach mehr trainieren.
Zuerst sollte geklärt werden, ob ihm etwas wehtut. Verhalten und Gesundheit lassen sich nicht immer voneinander trennen.
Wann du zum Tierarzt solltest
Bei neuen oder anhaltenden Veränderungen solltest du deinen Hund tierärztlich untersuchen lassen. Wenn er ein Bein plötzlich gar nicht belastet, starke Schmerzen zeigt, Lähmungserscheinungen hat oder sein Allgemeinzustand deutlich schlecht ist, braucht er sofort tierärztliche Hilfe.
Bitte gib deinem Hund keine Schmerzmittel für Menschen auf eigene Faust. Manche sind für Hunde gefährlich.
Physiotherapie kann bei vielen Beschwerden unterstützen. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt aber davon ab, was die Ursache ist.
Mein Tipp
Du musst nicht jede kleine Veränderung sofort richtig einordnen können. Wichtig ist, dass du sie bemerkst und ernst nimmst. Du kennst deinen Hund im Alltag schließlich am besten.
